Technik verständlich erklärt

SynoLocker: Statement von Synology zur Ransomware

SynoLocker Ransomware

Schaue ich mir die derzeit erscheinenden Informationen so an, ist es wohl im aktuellen Fall mal wieder genau so, wie auch schon in früheren Fällen, beispielsweise Anfang des Jahres bei AVM, dass veraltete Firmware bzw. Lücken in dieser, von Zeitgenossen, die Dritten gegenüber nicht unbedingt freundlich gesinnt sind, ausgenutzt werden, um Unfug zu stiften. Nicht dass ich das gut heißen würde aber irgend wie verstehe ich das auch.

Updates sind zum Einspielen da!

Warum nur, so frage ich mich jetzt wieder, werden keine Updates unmittelbar nach deren Erscheinen eingespielt? Ich würde sogar soweit gehen und sagen: Leute ihr seid selber schuld, wenn es euch trifft. Denn darüber nachzudenken, warum es Menschen gibt, die so etwas zum Nachteil von anderen ausüben — ich vermute, im freundlichsten Fall, weil sie es können und es ihnen sicher auch reichlich Spaß macht — wäre eher müßig.

Synology DS415play

Aber mich bitte jetzt nicht steinigen, denn das ist allein meine Meinung und im Übrigen sind bei mir stets alle Macs, Router, iPads und iPhones, NASe von Synology, QNAP und Western Digital, eben einfach alles, was eines Updates bedarf, stets auf dem aktuellsten Stand ihrer Firmware — und das ist ein Haufen Zeugs, das regelmäßig aktuell gehalten werden will.

Wer das hingegen nicht tut, jetzt folgt wieder meine Meinung, der soll dann bitte auch nicht quieken, wenn es bei seiner Hardware Action gibt, weil ein paar schlaue Menschen das getan haben, was sie eben können und womöglich dabei reichlich Spaß zum Nachteil von Dritten haben. Sorry aber ich kann diese Leute tatsächlich bis zu einem gewissen Grad irgend wie verstehen.

Und übrigens, wer ein NAS betreiben kann, der kann — im Sinne von können — auch ein Update einspielen.

Aber nun zurück zu Synology und dem SynoLocker.

Statement von Synology zu Ransomware „SynoLocker“

Beeinflusst werden nach aktuellen Aussagen von Synology nur einzelne NAS-Server. Synology arbeitet bereits mit Hochdruck (nichts anderes haben wir erwartet) an der Untersuchung des Problems sowie einer möglichen Lösung.

Nach aktuellem Stand der Untersuchungen von Synology betrifft dieses Problem lediglich Synology NAS-Server, die auf einzelnen älteren DSM-Versionen (DSM 4.3-3810 oder älter) laufen. Bei diesen Systemen wird eine Sicherheitslücke ausgenutzt, welche bereits im Dezember 2013 behoben wurde. Derzeit sind Synology keine Fälle mit DSM 5.0 bekannt.

Für Synology NAS-Server mit DSM 4.3-3810 oder älter und für Anwender, die eine der unten genannten Symptome bemerken, empfiehlt Synology, das NAS-System herunter zu fahren und sich an deren technischen Support zu wenden.

Mögliche Symptome des Ransomware „SynoLocker“

  • Beim Versuch auf das DSM-Interface zu zugreifen, wird eine Information gezeigt, dass alle wichtigen Dateien auf diesem NAS verschlüsselt wurden und eine Gebühr erforderlich ist, um die Daten wieder zu entsperren.
  • Ein Prozess namens „synosync“ wird im Ressourcenmonitor ausgeführt.
  • DSM 4.3-3810 oder älter ist installiert, aber das System zeigt unter Systemsteuerung > DSM-Update an, dass die neueste Version installiert ist.

Für Anwender, die keine der oben genannten Symptome bemerken, empfiehlt Synology das NAS-System herunter zu fahren und DSM 5.0 zu installieren.

Das DSM kann unter Systemsteuerung > DSM-Update aktualisiert werden. Anwender können das aktuelle DSM auch manuell aus dem Synology Download-Zentrum herunterladen und installieren.

Synology entschuldigt sich aufrichtig für die Probleme und dadurch entstandenen Unannehmlichkeiten. Sobald weitere Details zur Verfügung stehen, werden wir hier darüber informieren.

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Mit dem Bloggen begann ich im Januar 2008. Zunächst schrieb ich unter bikershrek.de über Ausfahrten auf meiner Harley-Davidson Night Train, kurz darauf wurde daraus tekshrek.com – mit klarem Fokus auf Technik. Seitdem veröffentliche ich Testberichte und Erfahrungen zu Hardware, Gadgets, Apple-Produkten, macOS, iOS sowie zahlreicher Software und Apps, die den digitalen Alltag produktiver machen. Beruflich bin ich mit STEPHAN Digital im Vogtland als Apple- und IT-Dienstleister sowie Webdesigner tätig. Dort entwickle ich moderne Websites, unterstütze Unternehmen bei Apple IT, Digitalisierung und 360-Grad-Fotoprojekten und verbinde Technikleidenschaft mit praxistauglichen Lösungen für Kunden. Über meine 2016 hinzugekommenen Leidenschaften Mountainbiken, Bergwandern und Indoor Cycling berichte ich auf GPS-Cycling.de. Online findest du mich auf Garmin Connect, auf Strava, auf Twitter und per E-Mail unter tekshreksblog@gmail.com.