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Die Wirren eines Netzbetreiber-Wechsels und das Happy End

Vodafone

Nachdem O2 mich seit Monaten mit einer fast vollständigen Nicht-Verfügbarkeit ihres Datennetzes quälte; ja zu fast 100% nicht mal Edge verfügbar war; von 3G will ich mal gar nicht reden, schrieb ich am 21.08.2011 07:45 Uhr eine entsprechend formulierte Mail an O2.
Bewusst schriftlich, da ich aus vorhergehenden Telefonaten nicht die besten Erfahrungen mit den O2-Hotlinern hatte. Um es kurz zu machen, es ist bis jetzt keine Antwort oder irgend eine Art Reaktion erfolgt.

Also war für mich die logische Folge, sich einen anderen Netzbetreiber zu suchen. Dazu kamen für mich nur zwei in Frage: Telekom und Vodafone.

Um nicht wieder von einem nicht vorhandenen 3G-Datennetz überrascht zu werden, kam ich auf die Idee, die beiden Netze zuvor zu testen. Dazu beschaffte ich mir zwei Prepaid-Karten und war damit einige Zeit unterwegs. Das Netz der Telekom war schon um einiges besser als O2 aber zu Hause und im Büro war ebenfalls kein 3G möglich, es lag nur Edge an.

Als ich hingegen die Karte von Vodafone einlegte, hatte ich sofort an beiden Standorten 3G Datenempfang und das ebenfalls beim späteren Einsatz im freien Gelände. Aber ich greife hier schon leicht vor, denn bevor die Karte von Vodafone eintraf, diese bestellte ich online, begann ich schon mal, mich rein vorsorglich mit den Tarifen der beiden Netzbetreiber zu befassen.

Dazu eines vorweg. Es kann einem alles weh tun; wer solche Tarife erdenkt und uns als Kunden anbietet, Sorry aber derjenige ist so was von weit weg von der Realität – weiter weg geht glaube ich nicht. Wer da durchblicken will …

Also war die logische Schlussfolgerung, die Hotlines anzurufen und mich beraten lassen – soweit die Theorie.

Die Beratungshotline der Telekom war über 2 volle Tage hinweg nicht erreichbar. Zuerst durchs Menü hangeln, dann Warteschleife und dann mehrfach – jedes Mal – der Spruch: „Bitte versuchen Sie es zu einem späteren Zeitpunkt.“. Nun gut, am dritten Tag versuchte ich es dann nicht mehr.

Zwischenzeitlich war die Vodafone CallYa-Karte eingetroffen und der Test verlief sofort von Beginn an phantastisch: 3G-Verfügbarkeit schon im Büro. Meine Erfahrungen mit der Nicht-Erreichbarkeit der Telekom dazu genommen – da war eine Entscheidung nicht mehr wirklich schwer.

Nur leider sind die Tarife von Vodafone noch deutlich unübersichtlicher und verwirrender als die der Telekom. Leute, seid ihr alle krank? Was soll das, sich so was auszudenken und uns als Kunden zu zu muten?

Also auch hier die Hotline und jetzt kam ich vom Regen in die Traufe.

So was von Inkompetenz und Nicht-Wissen erlebe ich nur sehr selten.
Nicht nur dass die Mitarbeiter an der Hotline von Vodafone ständig falsche Aussagen mir gegenüber machten, sie widersprachen sich auch ständig untereinander und dann darauf angesprochen – das führte zu unterschiedlichen Reaktionen: die einen wurden pampig und unfreundlich – andere hingegen legten einfach auf. Wirklich super, so macht ein Anbieterwechsel richtig Spaß.

Einen Nachteil und einen Vorteil hatte das Ganze:
Ersteres: ich hatte zwischenzeitlich schon einige Stunden damit zugebracht.
Der Vorteil: ich war inzwischen fit, was die Tarife angeht.

Um jedoch ganz sicher zu sein, was ich mir so zusammen gestellt hatte – also dass das auch so funktionieren kann – es blieben ja noch immer die Widersprüche der Hotline-Mitarbeiter, suchte ich einen ortsansässigen Vodafone Business Premium Store auf. Mir war zwar klar, dass ich dort die im Internet gebotenen 24 x 5 Euro Online-Vorteil nicht erhalte aber besser den zu mir passenden Tarif als 5 Euro monatlich sparen und später ständig der Ärger über den falschen Tarif.

Zuerst wollte der Chef dieses Unternehmens auch nicht so richtig mit meiner Idee mitgehen, er meinte, so etwas habe er noch nie verkauft: Das fand ich schon mal super, denn ich habe gern etwas , was andere nicht haben aber letztlich folgte er meinen Vorstellungen.

Wie ich auf die Lösung kam.
Was mir bei den meisten Tarifen überhaupt nicht gefiel, waren die so gut wie überall enthaltenen 1000enden von SMS und MMS. Die brauchte ich schon mal gar nicht. Dann waren darin lächerliche 300 MB Datenvolumen. OK könnte reichen aber passte irgend wie nicht zu dem was ich wollte. Ich würde so auf der einen Seite Leistung erhalten die ich nicht brauche (SMS, MMS) aber andererseits hätte ich nur 300 MB pro Monat. Und die angebotenen Flats ins Festnetz bzw. zum Vodafone-Netz waren für mich auch nicht so ganz perfekt. Festnetz-Flat hatte ich im Büro und woher weiß ich zuvor, wenn ich jemanden anrufe, ob dieser im Vodafone Netz ist. Also auch alles irgend wie nicht passend. Und so kam ich auf die Idee, das Ganze einfach um zu drehen.

Lösung

Ich suchte also einfach mal nach Datentarifen, in die man eine Telefonoption integrieren kann und wurde schnell fündig. Ich fand den Tarif ‚MobileInternet Flat 7,2‘ mit monatlich 5 GB Datenvolumen und packte da hinein eine 60 Minuten Option zum Telefonieren und das war alles. Das war wirklich alles – mehr ist nicht. Nur schade, dass mir so was kein einziger der Vodafone-Hotliner angeboten hatte. Denn da waren meine Vorgaben einfach: 95% mit iPhone und iPad surfen bzw. online sein und wenig Telefonie dazu; 40, 50 Minuten pro Monat.

Fazit

Ihr seht, man kann sehr viel Zeit in solch einen Vorgang investieren aber es kann sich lohnen, wenn man am Ende den wirklich für sich perfekten Tarif findet. Schließlich will ich nicht alle paar Jahre den Netzbetreiber wechseln; unterstellt es passt auch zukünftig alles bei Vodafone.

Schließlich war vergangenes Jahr im Juli als wir zu O2 wechselten dort auch alles OK. Warum sich deren Datennnetz so extrem ins Negative entwickelt hat, bleibt mir ein Rätsel.

Einen kleinen Nachteil hat das Ganze. Es ist derzeit nicht möglich seine Rufnummer von einem Telefontarif (O2) in einen Datentarif (Vodafone) zu portieren; so erhielt ich eine neue Mobil-Rufnummer. Zum Glück ist diese fast genau so gut wie die Erste – also leicht zu merken und keine gewürfelten Zahlen, wie das meist bei neuen Verträgen der Fall ist.

Eure Fragen wie immer gern in den Kommentaren.

Kategorien: News

15 comments on “Die Wirren eines Netzbetreiber-Wechsels und das Happy End”

  1. Ein sehr schöner Bericht, der meine eigene Leidensgeschichte auch nur zu gut widerspiegelt, was wohl auch daran liegt, dass der Blogbetreiber und ich nur wenige Kilometer auseinander wohnen.

    Es ist wie überall:
    Ein Unternehmen ist nur so gut wie diejenigen, die es repräsentieren. Und das sind nun einmal vorrangig die Berater, mit denen man den zumeist ersten Kontakt hat. Wenn man da schon mal schlecht beraten wird, hat man es schon satt. Ich habe es mir daher auch zwangsläufig angewöhnt, mich vorher im Internet zu informieren und bin mittlerweile so weit, Einschlägiges schriftlich bestätigen zu lassen.

    Das Netz von Vodafone ist in unseren Breitengraden deutlich besser ausgebaut als dasjenige der Telekom oder von o2, insbesondere die 3G-Anbindung ist mit der Telekom (nur insoweit habe ich Erfahrung) hier sehr schlecht.

  2. Ich war 17 Jahre lang Kunde bei Vodafone und hab für nicht wenig Umsatz gesorgt. Durch meine Arbeitslosigkeit kann ich mir leider keine Flatrate bei Vodafone mehr leisten. Bei mir läuft die gesamte Kommunikation über das iPhone. Vodafone verlangt für so eine All-Flat 120,– Euro / Monat. Ein Entgegenkommen von seitens Vodafone war wohl unmöglich, jedenfalls haben die immer schön abgeblockt. Jetzt nutze ich halt Fonic, kostet mich max. 50 Euro / Monat incl. 500 MB Surfflat. o2 ist zwar auch nicht das Ideale, aber immerhin hab ich daheim besten Empfang.
    Im Prinzip kann man aber alle Provider in die Tonne treten, da wird gelogen und versprochen das sich die Balken biegen und am Schluss zahlst Du immer drauf.

    1. Um die 25 Euro und eine zweite SIM kann ich dazu buchen.
      Ist mir aber zur Zeit mit 40 Euro zu teuer, da ich sie aktuell auch nicht brauche.
      Gibts die mal im Angebot oder sogar kostenlos und
      ich bekomme das mit … 🙂

  3. Ich war auch 8 Jahre Kunde bei o2 und eigentlich immer sehr zufrieden. Jedoch ist es mittlerweile üblich, dass man am Ende des Vertrages kein neues, vergünstigtes Handy bekommt. Als Neukunde ist das alles kein Problem, auf alte Bestandskunden wird jedoch fast gar nicht mehr eingegangen. Ich weiß nicht, wie oft ich mit der Serviceline telefonieren musste, um überhaupt 100 Euro Rabatt zu bekommen.

    Gruß aus Kölle
    Annika

  4. Ich habe noch das Glück ein Firmenhandy mit Privatoption zu besitzen. Ist von O2 und alles inkl.
    Aber durch den Jobwechsel in ein paar Wochen werde ich wohl mir wieder selber ein Handy zulegen müssen 😉
    Ich hatte damals die Telekom und nun bin ich bei O2. Beides mit dem iPhone. Der Empfang ist in Berlin City bei der Telekom trotzdem besser. Zumindest was das 3G angeht. Da ich das aber beim 3G damals aufgrund des Akkus eh nur auf Edge hatte war es mir egal.

    Bei Vodafone habe ich mit dem Service schlechte Erfahrungen gemacht. Und bisher sieht es auch so aus, das ich bei O2 bleibe (Netz passt ja) und sie haben die besseren Tarife.

  5. Hallo Frank,

    du hast so Recht in deinen Artikel. Ich glaube jede hat aehnliche Erfahrung mit den lieben Mobilfunkanbietern gemacht. Ich bin vor einer lange Zeit zu O2 gewechselt und dachte zum Anfang alles ist gut. Nach einer Weile fing ich an meine Rechnungen zu pruefen und musste leider feststellen, dass Sie immer einwenig mehr berechnet haben. Und dann fing das Theater erst richtig an, Kundenservice, Beschwerden und so weiter. Es war hart mein Geld zurueck zuerhalten.
    Fazit war, es kostet mich viel Nerven und viel Zeit und auch Telefongebuehren und was ich eigentlich sagen moechte ist: Passt auf und schaut ueber alles was euch berechnet wird.

    Claudia

    1. Dadurch dass ich auf Grund der Wirren bei den Hotlinern zum Shop vor Ort ging und so der Online-Rabatt von 5 Euro weg fiel sind es mit der 60 Minuten Option ca. 30 Euro pro Monat.

  6. Habe auch das gleiche Theater mit T-Mobile durch… Jahrelang Kunde gewesen, nicht gerade wenig pro Monat bezahlt und kamen mir in keinster Weise entgegen, als ich angedroht habe zu kündigen. Ich wollte ein iPhone mit günstigem Tarif… haha… es war nichts zu machen! Somit habe ich gekündigt und woanders einen viel günstigeren Tarif + iPhone erhalten 😉

  7. Ich war bei der Telekom als Selbstständiger, war sehr zufrieden und hatte ne Hotline, bei der man sich um mich kümmerte.

    Der Service für Prepaidkunden kann gar nicht der Selbe sein, wie bei Vertragskunden, weil u. A. die Gewinnmarge kleiner is, man nie weiß, wie lange ein Kunde bleibt, etc.

    Nun die frage, warum ich gewechselt bin. Ich bin zu O2, weil die Telekom mir leider kein besseres Angebot machte, als dass, das ich hatte.

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