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Datensicherungen · Backups sind notwendig

Backup

Ja, ich würde sogar fast sagen: zwingend; zumindest in den allermeisten Fällen. Zwar mag ich das Wort ‚zwingend‘ nicht wirklich, nur hier glaube ich, ist eine Ausnahme durchaus angemessen.

Regelmäßig bekomme ich von Fachleuten aus der IT Branche Informationen, dass das Thema Backup noch immer äußerst stiefmütterlich behandelt wird; soll heißen, die wenigsten PC und Mac User machen überhaupt und auch von diesen Wenigen wiederum nur ein äußerst geringer Teil regelmäßig bzw. täglich ein Backup.

Leute, das ist unverantwortlich und ich kann das nicht verstehen.

Ob jetzt die private und/oder geschäftliche Nutzung vorherrscht – ist vollkommen egal. Bei jedem sammeln sich im Laufe der Zeit nicht unwesentliche Mengen an Daten an; ob jetzt Digitalfotos, Musiktitel, erhaltenswerte Dokumente, Mails – und was auch immer. Im Geschäftsleben ist es darüber hinaus noch deutlich umfangreicher.

Falls du selbst noch keine Datensicherungen durchführst oder falls doch, dies nur alle paar Monate, gleichzeitig aber nicht bereit bist, auf deine gesamten oder auch nur einen Teil der Daten – je nachdem ob überhaupt und wie oft du sicherst – unwiderbringlich zu verzichten, dann fange sofort an – eine Datensicherung von all dem zu machen, auf was du nicht verzichten willst.

Jetzt gehe ich einmal mit gutem Beispiel voran und beschreibe, wie wir unsere Daten sicheren – und zwar stündlich – und täglich:

1. Unser gesamter Datenbestand einschließlich aller archivierten Daten liegt auf einer separaten Backup Station, die wiederum selbst ein RAID1 System enthält. RAID1 bedeutet: zwei Festplatten, die sich selbst automatisch spiegeln. Geht eine davon kaputt, sind alle Daten automatisch auf der Zweiten vollständig verfügbar.

Die dazu verwendete Hardware: Buffalo HD-WIU2 DriveStation Duo

2. Da wir seit Dezember 2009 vollständig auf Mac OS umgestiegen sind, befinden wir uns in der glücklichen Lage auf allen Rechnern die Apple Time Machine zu haben – und diese wurde auch überall aktiviert.
Somit werden alle Daten stündlich automatisch im Hintergrund gesichert und genau dahin, wohin wir wollen.

Die dazu verwendetet Hardware: Time Capsule

Jetzt kommt das eigentliche Problem, was ich selbst auch erst seit wenigen Tagen gelöst habe. Rein theoretisch kann es passieren, dass mein Hauptsystem und die Backup Station durch äußere Einflüsse oder Gewalt – Feuer, Überschwemmung, Überspannung (die USVs könnten versagen), Einbruch-Diebstahl oder Vandalismus usw. vollständig kaputt gehen.
Gut ich gebe zu – ein Horrorszenario – aber es wäre möglich – und was dann?

3. Das wäre extrem schlecht, wenn es jetzt nicht eine dritte Datensicherung gäbe, die ich jederzeit extern aufbewahre. Versagen die ersten beiden Datenquellen – das eigentliche Computersystem und mein Backup-System – dann habe ich jetzt noch meine mobile Datensicherung.

Die dazu verwendete Hardware: FreeAgent Go

Auf dieser haben wir zwei Partitionen angelegt. Auf die Erste wird täglich nachts die HD des Hauptrechners komplett geklont und gleichzeitig auf die zweite Partition der komplette Inhalt der Buffalo-Station.
So haben wir jederzeit und überall unseren gesamten Datenbestand auf einer handlichen 2,5″ Festpaltte und natürliche nehme ich diese auch jederzeit und überall mit hin.

Sollte das alles versagen – nun, das gebe ich an dieser Stelle unumwunden zu – dann habe ich wirklich Pech gehabt, weil dann hat sich irgendwas oder jemand gegen mich verschworen.

Jetzt bist du gefragt!

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9 comments on “Datensicherungen · Backups sind notwendig”

  1. Wie sicherst du denn dein IMAP-Postfach?
    Hatte gerade beim Kunden einen solchen Fall, dass zwar die Daten täglich gesichert wurden, aber eben nicht das IMAP-Postfach. Das ist zusammen geknackt und das ist dem Kunden erst 3 Tage später aufgefallen. Und der Hoster hat „nur“ tägliche Backups, die dementsprechend alle 24 Stunden überschrieben werden.

  2. Ich bin bei Hosteurope; da gibt es eine Backup Funktion auch für Postfächer … zusammen oder getrennt. Diese legt eine .tgz Datei an, die ich dann per FTP downloade.
    Allerdings mache ich das nicht täglich, sondern eher sporadisch … 1-2mal pro Woche … alle wichtigen Mails hole ich per POP3 und die kommen in meine Datenbank und die wiederum wird täglich gesichert.

    1. Gibt es nicht Tools, mit denen sich Googlemail-Konten sichern lassen?
      Beispielsweise diese hier: GMail-Backup oder IMAPSize
      Dann einfach ein Googlemail Konto einrichten … für sämtliche gewünschten E-Mail-Konten eine zusätzliche Weiterleitung einrichten … zu diesem Googlemail-Konto … und dieses dann sichern. Sollte klappen. Viel Erfolg. 🙂
      Wegen der Reihenfolge – keine Ahnung, das ist so Standard.
      Finde ich persönlich wiederum besser.
      Falls das mal mehr werden, braucht man nicht jedesmal zu scrollen … ich hoffe, du kannst damit leben 😀 und besuchst mich wieder.
      Freue mich … bis zum nächsten Mal … oder auf dem Sofa. 🙂

  3. Danke, werd mir die Links mal genauer ansehen.
    In dem von mir beschriebenen Fall geht es aber um ein stink normales IMAP-Konto und nicht um GoogleMail.
    Muss mich da nochmal in einer ruhigen Minute drum kümmern.

    Und mit der Reihenfolge kann ich leben. 🙂 Scrolle bloß immer runter und denke mir: „Das kennst du doch schon. Nix neues hier, obwohl eine Mail-Benachrichtigung gekommen ist“. Aber dann fällt es mir meistens auf 😛

    Ja, bis denne hier im Blog, Sofa, Twitter, wo auch immer… 😀

    1. In dem von mir beschriebenen Fall geht es aber um ein stink normales IMAP-Konto und nicht um GoogleMail.

      Deshalb ja die zusätzliche Weiterleitung vom „… stink normales IMAP-Konto… “ zum Googlemail-Konto … das soll ja nur als Datensicherungs-Konto fungieren.

  4. Stimme dir hier teilweise zu. Verstehe nicht wie unüberlegt viele Leute mit ihren Daten umgehen. Schade finde ich auch, dass windows keine ordentliche Backupfunktion, die auch einfach zu verstehen ist, anbietet. Dafür liebe ich meine Macs: Platte dran, ja sagen, fertig.

    Nur das zu machen wäre für den Privatuser eine tollse Sache!

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