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Blog von Frank Stephan mit Erfahrungen & Testberichten zu Apple Hardware, externen Akkus & Festplatten, ScanSnap Scanner, AVM Hardware, Sleeves & Cases, Software für macOS & iOS & Co.

Garmin GPSMap 66st im Test

Navigation mit dem legendären Handgerät beim Wandern, Bergsteigen und Mountainbiken
- mit Unterstützung der Multi-Satelliten-Netzwerke und TopoActive Europa-Karte

Obwohl seit Herbst 2016 das Garmin Oregon 750t beim Wandern, überwiegend in den Bayerischen Alpen, im Berchtesgadener Land, bei uns erfolgreich im Einsatz ist, fand ich es dennoch spannend und irgendwie auch interessant, mir das Garmin GPSMAP 66st einfach mal näher anzuschauen. Ein weiterer Grund ist, dass ich gern mit doppelter GPS-Sicherheit in den Bergen unterwegs bin und seit ich meine fenix 5X Plus gegen eine Apple Watch eingetauscht habe (ein Artikel darüber, warum und einem direkten Vergleich beider Uhren, ist bereits in Arbeit), fällt diese doppelte Sicherheit weg und das bereitete mir gelegentlich schon ordentlich Unbehagen.

Denke ich beispielsweise an eine unserer Wanderungen in der Gegend um die Winklmoosalm, als ich es für eine gute Idee hielt, einfach mal nach Gefühl, ab vom Weg und hinein in den Wald und dann immer geradeaus… gefühlt hätte der Weg auf der anderen Seite des Waldes längst erreicht sein sollen, aber nix war – meiner Frau wurde zusehends mulmig und so kehrten wir um. Laufe aber mal vollkommen ohne Weg und Markierung längere Zeit im Wald zurück; viel Erfolg!

Erwähnt werden sollte, dass ich diese eher kleine Tour, vorab bei der Planung, nicht ganz ernst nahm. Sollte es doch eher ein Spaziergang auf existierenden Wanderwegen anstatt etwas schwierigeres werden. Somit hatte ich nur mein Oregon 750t dabei, dort vorher nicht auf die Akkuladung geschaut, natürlich keine Ersatzbatterien dabei, Mobilfunkempfang gibts da oben auch keinen, somit auch nichts mit Komoot o.ä. auf dem iPhone und den Rest könnt ihr euch vermutlich denken.

So viel zur Einleitung, warum es für mich eines weiteren GPS-Gerätes bedurfte und dass es auch mal wieder an der Zeit war, mir mal wieder ein neues Spielzeug von Garmin zu holen, versteht ihr sicherlich voll und ganz.

Garmin GPSMAP 66st – was ist das überhaupt?

Beim Garmin GPSMAP 66st handelt es sich um ein GPS-Outdoor-Navigationsgerät mit (falls gewünscht, gegen 50,00 Euro Aufpreis) vorinstallierter TopoActive Europa-Karte für den eher professionellen Anspruch. Das GPSMAP 66st hat ein 3 Zoll großes, gut lesbares Farbdisplay, dass auch bei direkter Sonneneinstrahlung sämtliche Angaben gut erkennen lässt.

Das Garmin GPSMAP 66st bietet Unterstützung für mehrere globale Navigationssatellitensysteme, wie GNSS und Global Navigation Satellite Systems, damit Touren selbst in schwierigen Umgebungen noch besser verfolgt werden können als bei ausschließlicher Verwendung von GPS.

Zugriff auf BirdsEye-Satellitenbilder mit Downloads direkt auf das Gerät und das ohne Jahresabonnement.

Barometrische Höhenmessung und ein 3-Achsen-Kompass

Der integrierte Höhenmesser liefert Höhendaten, um den Aufstieg und Abstieg genau zu überwachen. Das Barometer des GPSMAP 66st kann durch die Anzeige kurzfristiger Trends des Luftdrucks Wetteränderungen vorhersagen. Der elektronische 3-Achsen-Kompass verliert die Peilung nicht – weder in Bewegung noch im Stand.

Gerade den Kompass wünsche ich mir beim Garmin Edge 1030 regelmäßig, denn bis da manchmal die Anzeige dreht, bin ich beim Mountainbiken, gerade im unübersichtlichen Gelände, bei Weg- bzw. Pfad-Gabelungen im Wald, schon oft falsch abgebogen.

Batterielaufzeit des Garmin GPSMAP 66st

Garmin verspricht eine Batterielaufzeit (mit zwei AA-Batterien) von bis zu 16 Stunden im GPS-Modus und bis zu 1 Woche im Expeditions-Modus. Ob der GPSMAP 66st das einhält, dass werde ich auf jeden Fall noch ausgiebig und gewissenhaft testen; freuen würde es mich auf jeden Fall, denn deshalb bin ich beim Garmin Oregon 750t längst auf Batterien gewechselt und habe stets 2×2 Paar, als Reserve, auf allen Touren im Gepäck mit dabei; wenn sie nicht vergessen wurden, wie am Anfang erwähnt.

Mit ausreichend Batterie-Dauer – von bis zu 16 Stunden – auch auf die extremsten Abenteuer vorbereitet sein.

Als Hilfssignal dient eine Kombination aus LED-Taschenlampe und SOS-Licht. Das Gerät wurde im Hinblick auf thermische Leistung, Stoßfestigkeit und Wasserbeständigkeit nach Militärstandards (MIL-STD–810G) entwickelt und ist sogar mit Nachtsichtbrillen kompatibel.

Aktive Wetterdaten mit aktuellen Wettervorhersagen und Wetterradar

Integriert ist ebenfalls eine erweiterte drahtlose Konnektivität für aktive Wetterdaten mit aktuellen Wettervorhersagen und animiertem Wetterradar und die Geocacher wirds freuen: Geocaching Live für die mobile Synchronisierung.

Mit dem GPSMAP 66st – verspricht Garmin – soll man stets über aktuelle Wetterbedingungen informiert sein, wenn der GPSMAP 66st über Bluetooth mit einem kompatiblen Smartphone gekoppelt ist.

Werde mit einem GPSMAP 66st nie wieder von schlechtem Wetter überrascht.

Es werden Updates zu aktiven Wetterdaten mit Vorhersageinformationen in Echtzeit, darunter Karten für Temperatur, Wind, Niederschlag und Wolken, als Live-Wetterradarinformationen bereitgestellt. Somit soll man rechtzeitig über schlechtes Wetter Bescheid wissen, das sich durchaus, je nach Ort und Position, durchaus auf das derzeitige Outdoor-Abenteuer auswirken könnte. Na da bin ich aber mal mächtig gespannt…

Unterstützende Software fürs GPSMAP 66st

Der Garmin GPSMAP 66st ist kompatibel mit der Garmin Explore-Website und -App, damit du Tracks, Routen und Wegpunkte besser organisieren und Statistiken deiner Touren anzeigen kannst.

‎Garmin Explore™
‎Garmin Explore™
Entwickler: Garmin
Preis: Kostenlos
  • ‎Garmin Explore™ Screenshot
  • ‎Garmin Explore™ Screenshot
  • ‎Garmin Explore™ Screenshot
  • ‎Garmin Explore™ Screenshot
  • ‎Garmin Explore™ Screenshot
  • ‎Garmin Explore™ Screenshot
  • ‎Garmin Explore™ Screenshot

Selbst wenn man mal offline sein sollte, was mir schon öfters passiert ist und somit keine mobile Verbindung existiert, wird der Garmin GPSMAP 66st mit der Garmin Explore-App gekoppelt, sodass Daten weiterhin geplant, angezeigt und synchronisiert werden können; u. a. Wegpunkte, Routen und Tracks.

Außerdem lassen sich abgeschlossene Aktivitäten anzeigen, während man noch unterwegs ist – sogar in entlegensten Gegenden ‹‹ darauf freue ich mich schon sehr.

Zu Hause am Computer lassen sich dann, auf einfache Weise, schon die nächsten Touren planen und auch vorherige Aktivitäten über die Garmin Explore-Webseite überprüfen.

Verliere mit einem Garmin GPSMAP 66st nie die Orientierung

Ob beim Wandern, Mountainbiken, Bergsteigen, Geocaching, Kajakfahren oder bei der Arbeit im Freien – mit einem Garmin GPSMAP 66st weißt du stets exakt, wo du dich gerade befindest. Somit sind zumindest bei uns stets zwei GPS-Geräte mit dabei: derzeit das Oregon 750t und nun, statt wie bisher der fenix 5X Plus, das Garmin GPSMAP 66st.

Mit mindestens zwei Garmin-GPS-Geräten fühle ich mich Outdoor schlichtweg am Sichersten.

Das ist von meiner Seite kein blöder Werbespruch, das meine ich tatsächlich in vollem Ernst. Selbstverständlich trifft das nicht hier auf die heimische Region zu, da habe ich beide Geräte zum Test, zum Vergleich dabei. Aber sobald es in unbekanntes Terrain geht, ob jetzt ab Frühjahr in die Fränkische und Sächsische Schweiz oder was mein Bike-Kumpel Bernd noch so alles „ausgraben“ wird und im Herbst zu unseren Bergwandertouren in den Bayerischen Alpen und Berchtesgadener Land – schlichtweg die Sicherheit, stets zurück zu finden, das ist für mich unbezahlbar.

BirdsEye-Satellitenbilder auf dem Garmin GPSMAP 66st

Das Garmin GPSMAP 66st bietet Zugriff auf ein Abonnement (kostenlos enthalten) für BirdsEye-Satellitenbilder mit Downloads direkt auf das GPSMAP 66st und falls entsprechend ausgewählt (Aufpreis 50,00 Euro beim Gerätekauf), sind TopoActive-Karten für Europa bereits vorinstalliert.

Perfekte Ansichten Dank BirdsEye-Satellitenbilder

Dank einer hochauflösenden, fotorealistischen Anzeige der Route, lässt sich zu jeder Zeit durch ein optimales Bild die derzeitigen Position erkennen. Die Umgebung wird realistisch dargestellt, damit sich Wege, die Anfänge von Wanderwegen, Lichtungen zum Campen besser erkennen lassen und sogar Wegpunkte basierend auf Orientierungspunkten können so erstellt werden.

Direkte Downloads von BirdsEye-Satellitenbildern ohne Jahresabonnement machen es möglich.

TopoActive-Karte für Westeuropa

Auf dem Garmin GPSMAP 66st werden jeder Hügel und jedes Tal mit noch mehr Details angezeigt, darunter Geländekonturen, topografische Höhen, Gipfel, Parks, Küstenlinien, Flüsse, Seen und geografische Punkte. Von daher empfiehlt es sich, beim Kauf darauf zu achten, dass zum GPSMAP 66st die TopoActive-Karte für Westeuropa mit ausgewählt wird und diese dann bereits vorinstalliert ist.

Garmin GPSMap 66st GPS-Handgerät live im Einsatz im Schneckengrüner Wald im Vogtland

Perfekte Geocaching-Abenteuer mit dem GPSMAP 66st

Da ich nicht wirklich der Geocacher bin; zwar habe ich schon des öfteren darüber nachgedacht, konnte mich aber nie wirklich dazu entschließen, einer zu werden – die nachfolgenden Infos nur der Vollständigkeit halber.

Mit dem Garmin GPSMAP 66st soll es einfacher denn je sein, Geocaching-Ausflüge zu genießen. Das Gerät lässt sich dabei so einrichten, dass automatisch alle aktuellen Caches von Geocaching Live heruntergeladen werden, einschließlich Cachebeschreibungen, -Protokolle und Tipps.

Wenn eine WLAN-Verbindung besteht oder Garmin Connect auf einem kompatiblen Smartphone verwendet wird, brauchst du Koordinaten nicht mehr manuell einzugeben oder Cache-Details ausdrucken. Außerdem wird jeder gefundene Geocache automatisch in dein Profil bei Geocaching.com hochgeladen.

Garmin GPSMap 66st Lieferumfang

Enthalten ist, wie kann es auch anders sein, das Gerät selbst, ein Ladekabel, sowie ein Karabiner zur Befestigung beispielsweise am Rucksack. Was Garmin sich eingespart hat, ist eine Erstausstattung mit Batterien bzw. das Paar NiMH-Akku, wie sie bisher den Geräten beilagen.

Hier empfehle ich, euch beim Händler eures Vertrauens einfach rechtzeitig ein Paar eneloop pro AA (2.500 mAh) zu holen. Diese nutze ich aktuell auch selbst und bin damit sehr zufrieden; vor allem die Laufzeit passt. Wenn ich weiß, wie lange diese tatsächlich mit einer Ladung aushalten, so ergänze ich das hier.

Garmin GPSMap 66st - Lieferumfang
Garmin GPSMap 66st – GPS-Handgerät zum Wandern, Bergsteigen und Mountainbiken – Lieferumfang

Wenn ihr dann gerade beim Shopping seid, rein vorsorglich eine 32GB oder 64GB microSD-Karte mit dazu kaufen. Ob ihr diese sofort braucht oder erst später, hier verfahre ich nach dem Motto: besser haben, als später dann, hätte gehabt. Allein beim nächsten Kartenupdate wird man merken, ob es eine gute Entscheidung war oder man kauft sich eine Garmin-Topo-Karte dazu, wie beispielsweise die Garmin TOPO Deutschland v8 PRO – Outdoor- und Wanderkarte oder eine Garmin TOPO TransAlpin+ PRO gerade dann.

Mein Fazit zum Garmin GPSMAP 66st

Auch wenn das GPSMap 66st durch die bzw. gerade durch die Tasten sich etwas antik anmutet, als die seit Jahren eher übliche Bedienung per Touch-Display, so finde ich, macht gerade das, dieses Gerät so bemerkenswert. Dank der Bedienung durch Hardware-Tasten komme ich im Gelände deutlich besser zurecht, als beispielsweise mit dem Garmin Oregon 750t. Die Bedienung ist intuitiv, der Display-Wechsel geht schnell von der Hand und somit sind alle gewünschten Informationen sehr schnell auf dem Display erkennbar.

Mich hat das Garmin GPSMap 66st vollends überzeugt und inzwischen meinen Garmin Oregon 750t als Hauptgerät beim Wandern ersetzt. Natürlich führe ich es auch weiterhin als Reservegerät, gerade in unbekannten Terrain, wie in den Bayerischen Alpen, im Berchtesgadener Land, mit.

Nach meiner Meinung besonders wichtig und grundsätzlich ab sofort auch immer dabei, egal ob schwierige Bergtour oder nur mal fix ein „Spaziergang“ in den Bergen: nicht nur die GPS-Navigation, sondern auch ausreichend AkkuPower mit einzupacken; entweder als Ersatzbatterien oder als AkkuPack, dabei dann aber auch ans Ladekabel denken.

Frank Stephan

Mit dem Bloggen begann ich im Januar 2008. Anfangs noch über meine Ausfahrten auf einer Night Train der Marke Harley-Davidson unter bikershrek.de; wurde bald darauf daraus tekshreks Blog. Technische Themen faszinieren mich schon immer. Seither schreibe ich Testberichte über Hardware, Gadgets, über macOS & iOS sowie darunter laufender Software & Apps.

Über meine 2016 hinzu kommenden Leidenschaften zum Mountain Biken, Bergwandern und Indoor Cycling berichte ich drüben auf GPS-Cycling.de.

Du erreichst mich auf Garmin Connect, auf Strava, sowie auf Twitter und per E-Mail tekshreksblog@gmail.com.

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